Die Qualität einer Architekturvisualisierung hängt nicht nur vom Können des Studios ab, sondern massgeblich von der Qualität des Briefings. Ein präzises, gut strukturiertes Briefing spart Zeit, reduziert Korrekturschleifen und führt zu besseren Ergebnissen. Trotzdem erleben wir bei Mirae regelmässig, dass Kunden unsicher sind, welche Informationen wir tatsächlich benötigen. Dieser Artikel gibt Ihnen eine praxiserprobte Anleitung für das perfekte Visualisierungs-Briefing.
1. Projektunterlagen: Die Basis
Das Fundament jedes Visualisierungsprojekts sind die Planunterlagen. Je vollständiger und aktueller diese sind, desto effizienter können wir arbeiten. Folgende Unterlagen sind ideal: Grundrisse aller relevanten Geschosse (als DWG, PDF oder im BIM-Format), Schnitte und Ansichten, ein 3D-Modell (falls vorhanden) aus ArchiCAD, Revit, SketchUp oder Rhino, Situationsplan mit Umgebung und Orientierung (Himmelsrichtungen), Materiallisten oder Baubeschreibung. Falls kein 3D-Modell vorhanden ist, sind detaillierte Grundrisse und Schnitte umso wichtiger, da wir das Modell daraus erstellen müssen. Tipp: Liefern Sie die Pläne im Massstab und mit Bemaßung — das beschleunigt den Modellierungsprozess erheblich.
2. Perspektiven definieren
Die Wahl der Kameraperspektiven hat enormen Einfluss auf die Wirkung der Visualisierung. Überlegen Sie vor dem Briefing: Welche Räume oder Ansichten sind für Ihre Zielgruppe am wichtigsten? Aus welchem Blickwinkel soll das Gebäude gezeigt werden? Gibt es eine bestimmte Hauptansicht (Strassenansicht, Gartenansicht)? Hilfreich sind: Fotos des Grundstücks aus den gewünschten Blickwinkeln, Markierungen im Grundriss, die den ungefähren Standort und die Blickrichtung der Kamera zeigen, sowie Referenzbilder anderer Visualisierungen, die den gewünschten Stil zeigen. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich beraten — bei Mirae empfehlen wir die optimalen Perspektiven basierend auf unserer Erfahrung mit hunderten Projekten.
3. Stil und Stimmung
Die Atmosphäre einer Visualisierung wird durch Lichtstimmung, Tageszeit, Wetter und den allgemeinen visuellen Stil bestimmt. Kommunizieren Sie Ihre Vorstellungen möglichst konkret: Welche Tageszeit soll dargestellt werden (Morgen, Mittag, Abend, Nacht)? Welche Lichtstimmung (warm, kühl, dramatisch, neutral)? Welcher Gesamtstil (minimalistisch, einladend, luxuriös, natürlich)? Am effektivsten sind Referenzbilder. Sammeln Sie drei bis fünf Bilder, die den gewünschten Stil und die Atmosphäre zeigen — das können Fotos, Renderings anderer Studios oder Moodboard-Bilder sein. Ein Bild sagt hier tatsächlich mehr als tausend Worte.
4. Materialien und Möblierung
Realistische Materialien machen den Unterschied zwischen einer guten und einer herausragenden Visualisierung. Liefern Sie uns — sofern verfügbar — folgende Informationen: Genaue Materialangaben für Fassade, Boden, Wände und Decken (idealerweise mit Hersteller und Produktbezeichnung), Fotos oder Muster der gewünschten Materialien, Angaben zur Möblierung (bestimmte Möbelstücke oder freie Gestaltung durch das Studio), Angaben zu Küche und Badezimmer (Hersteller, Modelle). Falls Sie noch keine konkreten Materialentscheidungen getroffen haben, können wir Vorschläge machen. In diesem Fall ist es hilfreich, den allgemeinen Stil zu definieren (z.B. skandinavisch minimalistisch, alpine Gemütlichkeit, urbaner Loft-Charakter).
5. Umgebung und Kontext
Besonders für Aussenvisualisierungen ist die Umgebung entscheidend. Stellen Sie uns folgende Informationen zur Verfügung: Fotos der aktuellen Umgebung (Nachbargebäude, Strasse, Vegetation), Angaben zur geplanten Umgebungsgestaltung (Gartenplanung, Vorplatzgestaltung, Zufahrt), Informationen zu Nachbargebäuden (bleiben diese bestehen oder werden sie ebenfalls verändert?), Topografie des Grundstücks (Höhenlinien, Geländeschnitte). Falls ein Landschaftsarchitekt beteiligt ist, können wir dessen Planung direkt übernehmen. Je realistischer die Umgebung dargestellt wird, desto überzeugender wirkt die Gesamtvisualisierung.
6. Zeitplan und Budget
Transparenz bei Zeitplan und Budget hilft uns, die richtigen Prioritäten zu setzen. Teilen Sie uns mit: Bis wann benötigen Sie die finalen Bilder? Gibt es Meilensteine (z.B. Investorenpräsentation, Verkaufsstart)? Wie viele Korrekturschleifen sind eingeplant? Wie hoch ist das verfügbare Budget? Bei Mirae arbeiten wir mit einem strukturierten Prozess: Briefing, Modellierung, Entwürfe, Korrekturen, finale Renderings. Für ein Standardprojekt (2–3 Ansichten) sollten Sie mit zwei bis drei Wochen Durchlaufzeit rechnen. Expressprojekte sind nach Absprache möglich.
Fazit
Ein sorgfältiges Briefing ist die beste Investition in eine gelungene Architekturvisualisierung. Es spart Zeit, reduziert Kosten für Korrekturschleifen und sorgt dafür, dass das Ergebnis Ihre Erwartungen erfüllt — oder übertrifft. Bei Mirae unterstützen wir unsere Kunden mit einer Briefing-Checkliste und stehen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung. Nutzen Sie unsere Erfahrung: Je besser wir Ihr Projekt verstehen, desto besser wird die Visualisierung.
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